Die Alte Kirche auf dem Rymelsberg in Langerwehe ist ein wahres Kleinod. Im Jahr 1157 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, blickt das Gotteshaus auf eine bewegte Geschichte, eigentlich eine ständige Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau. Noch im zwölften Jahrhundert wurde die Kirche durch einen Brand zerstört, wieder aufgebaut und dann sowohl während der „Geldrischen Fehde“ (1543) und im „Kölner Krieg“ (1586) ebenfalls zerstört. Im 30-jährigen Krieg wird das Gotteshaus in Mitleidenschaft gezogen, 1846 zerstört ein Blitzschlag den Turm der Kirche fast völlig. Während des Zweiten Weltkrieges liegt die Alte Kirche im direkten Frontverlauf und wird erneut sehr, sehr stark zerstört. Aber schon 1949 beginnen erste Sanierungsarbeiten und der Wiederaufbau der Kirche.

1957 hat sich der Verein zur Erhaltung der Alten Kirche (VEAK) gegründet, der sich bis heute zu für die Erhaltung und Sanierung des Gotteshauses einsetzt. Die Kirche hat mittlerweile einen neuen Fußboden aus Tonfliesen bekommen, eine neu Eingangstür, eine Sakaristeitür, auch die Kreuzigungsgruppe im Altarraum wurde restauriert. Die letzte, sehr aufwendige Sanierung umfasste die Stützmauer der Kirche, die aber jetzt auch wieder sicher Wind und Wetter trotzt.

Walter Rosarius

Nächstes, dringendes Projekt ist eine Sanierung des Turmes der Alten Kirche. Walter Rosarius, Geschäftsführer des VEAK erklärt: „Der Turm hat Rissschäden, die möglichst bald repariert werden müssen. Um genau feststellen zu können, wie groß die Schäden sind, werden wir wohl ein Gerüst aufstellen müssen. Und das kostet natürlich wieder viel Geld.“

Ansonsten, auch das wird in Walter Rosarius aktuellem Geschäftsbericht für die Alte Kirche mehr als deutlich, ist die Alte Kirche aus dem gemeindlichen Leben in Langerwehe mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Nicht nur, dass in den Frühlings- und Sommermonaten hier regelmäßig Gottesdienste stattfinden, es gibt auch Ausstellungen und Konzerte. Außerdem öffnet das Gotteshaus zum Tag des offenen Denkmals seine Pforten und beteiligt sich mit einem Lichterbild am Langerweher Töpfermarkt.

Peter Michael Porschen

Übrigens ist Peter Michael Porschen neuer Vorsitzender des „Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche“. Bisher war immer der Pfarrer von Langerwehe Vereinschef, da Pastor Heinz Portz aber sieben Pfarrgemeinden zu betreuen hat, hat er dieses Amt zur Verfügung gestellt. Peter Michael Porschen war bis jetzt stellvertretender Vereinsvorsitzender. Selbstverständlich bleibt Pfarrer Portz, der sich dem histrischen Gotteshaus sehr verbunden fühlt, Vorstandsmitglied.

Im Augenblick hat der „Verein zur Erhaltung der Alten Kirche“ etwa 300 Mitglieder. „Das sind aber üerwiegend ältere Leute“, so Walter Rosarius, Geschäftsführer des Vereins. „Es muss uns gelingen, neue Mitglieder zu bekommen. Beitrittserklärungen für den Verein zur Erhaltung der Alten Kirche liegen in dem Gotteshaus aus. Die Mitgliedschaft kostet zwölf Euro im Jahr.

Heute ist die Alte Kirche auf dem Rymelsberg von 11 bis 17 Uhr für Besucher göffnet, wer sich vorher einen Eindruck über das wunderschöne Gotteshaus verschaffen möchte, sehen Sie selbst!

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