Archiv für August, 2010

Parkplätze waren rund um das Töpfereimuseum Mangelware und “Langerwehes gute Stube” platzte wahrlich aus allen Nähten, als der Wehter Chor “Joy of Gospel” zu seinem beliebten Festival “Gospel meets Gospel” eingeladen hatte. Rund 1000 Besucher waren gekommen, um die rekigiöse Musik zu erleben, und immerhin noch etwa 300 sind geblieben, als der große Regen anfing. Von so viel Engagement zeigten sich auch die teilnehmenden Chöre mehr als begeistert. Mitgesungen haben außer “Joy of Gospel”, “ConVoice” aus Kreuzau, “Back to the Roots” aus Köln sowie der Raerener Gospelchor “Joyful Spirit”.

Eine kleine Impression des Wehter Gospelfestivals sehen Sie hier – bitte klicken!

Heinz Josef Flossdorf (links) und seine Vorstandskollegen von der Matthiasbruderschaft.

Heinz Josef Flossdorf (links) und seine Vorstandskollegen von der Matthiasbruderschaft.

Dass Pilgern in Langerwehe ein großes Thema ist, konnten Sie in den letzten Tagen immer mal wieder feststellen. Und um Pilgern geht es auch im heutigen beitrag. Aber nicht zum Pilgern nach Santiago de Compostela, sondern zum Pilgern nach Trier. Die Schlicher Matthiasbruderschaft feiert Geburtstag.

Der Apostel Matthias war im Langerweher Ortsteil D´horn schon immer eine beliebte Persönlichkeit. Schon im späten 17. Jahrhundert soll es hier eine Matthias-Bruderschaft gegeben haben. Grund hierfür könnte die Nähe des Ortes D´horn zum Kloster Schwarzenbroich sein, das der Legende nach errichtet wurde, nachdem Graf Werner von Merode der Apostel Matthias erschienen ist.

Im Jahr 1985 jedenfalls hat sich in D´horn wieder eine Matthias-Bruderschaft gegründet, die jetzt ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert hat.

Die Pfarrkirche St. Martinus in Langerwehe-Schlich war am Sonntagmorgen bis auf den letzten Platz gefüllt, als Pfarrer Heinz Portz, Pfarrer Bernhard Gombert und Pfarrer Hubert Müllers die Geburtstagsfeierlichkeiten mit einem Gottesdienst eröffneten. Pilgern, so Pfarrer Portz, das bedeute unterwegs zum Gnadenbild des Heiligen Matthias zu sein und gestärkt und auch ein wenig verwandelt wieder zurückzukommen.

Die Tradition des Matthias-Pilgerns nach Trier ist schon 1984 durch den damaligen D´horner Pfarrer Hubert Müllers wieder zum Leben erweckt worden. Müllers, gerade neuer Pfarrer in Schlich und D´horn, geworden, regte an, gemeinsam mit seiner Heimatgemeinde Korschenbroich nach Trier zu pilgern, Schon ein Jahr später, am 10. Mai 1985, pilgerten 20 Männer und Frauen zu Fuß von Schlich nach Trier, wenige Tage später führte auch eine Buswallfahrt in die Moselstadt. Die Menschen waren vom Pilgern ergriffen und begeistert, am 15. August wurde die „St.-Matthias-Bruderschaft der Pfarre D’horn“ gegründet. Heinz-Josef Floßdorf ist seitdem Brudermeister und Vorsitzender der frommen Gemeinschaft.

Mittlerweile hat die Bruderschaft über 200 Mitglieder. Einmal im Jahr pilgern rund 60 Männer und Frauen zu Fuß zur Basilika St. Matthias in Trier, regelmäßig wird auch eine Buswallfahrt angeboten, seit 1991 gibt es zudem eine Jugendwallfahrt. Heinz-Josef Floßdorf: „Wir legen bis Trier 175 Kilometer zu Fuß zurück, davon um die 50 jeweils an den beiden ersten Tagen. Und mit jedem Schritt tritt der Alltag ein kleines bisschen mehr in den Hintergrund.“ Humor sei immer ein wichtiger Wegbegleiter, unterwegs wird gebetet und gesungen.

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten wurden Pfarrer Bernhard Gombert und Hans Scheufeld, Brudermeister der Korschenbroicher-Matthiasbruderschaft zu Ehrenmitgliedern der „St.-Matthias-Bruderschaft der Pfarre D’horn“ ernannt.

Die ersten Ferienspiele in Schlich waren ein voller Erfolg!

Die ersten Ferienspiele in Schlich waren ein voller Erfolg!

Oh je, die Sommerferien sind vorbei…. Morgen geht die Schule wieder los. Schaaaaaade! Denn in der Toepfergemeinde war in den großen Ferien ganz schön viel los. Über die Ferienspiele der Pfarre St. Katharina in Wenau ist an dieser Stelle schon berichtet worden, genauso wie über das Sommercamp der Tennisabteilung vom VfL Langerwehe. Klar, dass der Verein “Jugend in Langerwehe” auch im diesen Jahr wieder lustige Ferienspiele im Angebot hatte. Die Kinder erlebten 14 abwechslungsreiche Tage, es gab einen Ausflug ins Töpfereimuseum, ein gruseliges Harry-Potter-Wochenende. Die Jungen und Mädchen konnten skaten, besuchten Tierpark und Kletterhalle in Aachen und konnten einmal nach Herzenslust Graffitis sprühen. Toll.

Zum ersten Mal gab es in diesem Jahr dann auch Ferienspiele der Pfarre St. Martinus in Schlich. Mit spitzenmäßigem Erfolg. Das war ein Gewusel im Pfarrheim in Schlich. Wahnsinn. 69 Jungen und Mädchen zwischen vier und 13 Jahren waren zum Abschlusstag der ersten Ferienspiele der katholischen Pfarrgemeinde St. Martinus im Langerweher Ortsteil Schlich gekommen und erlebten sehr spannende und abwechslungsreiche Stunden zum Thema Afrika. „Bis jetzt“, erzählt Brigitte Schraven, die sich im Sachausschuss Jugend und Familie der Schlicher Pfarre engagiert, „gab es hier bei uns keine Ferienspiele, und die Kinder mussten nach Langerwehe oder Wenau fahren. Das wollten wir ändern.“ In jeder Ferienwoche gab es im Rahmen der Ferienspiele mindestens eine Aktion, die Kinder sind zum Beispiel ins Bubenheimer Spieleland gefahren, haben zusammen Minigolf gespielt, eine Radtour gemacht und die Kläranlage in Merken besichtigt. „Höhepunkt unserer Ferienspiele“, erklärt Brigitte Schraven, „war dann unser Mottotag.“ Das Thema Afrika war in Anlehnung an die Fußballweltmeisterschaft schnell gefunden, einen ganzen Tag lang haben die Schlicher Jungen und Mädchen sich mit dem schwarzen Kontinent beschäftigt. Sie haben zwei Filme über Land und Leute und die Kinder im Senegal gesehen, afrikanische Gewänder gestaltet und sich mit den afrikanischen Tieren beschäftigt. Außerdem haben sie südafrikanische Fahnen gemalt, Reisigbesen gebunden und zum Mittagessen auch afrikanisch gekocht. Unter anderem gab es leckeren Maisbrei. Außerdem haben die Kinder aus Schlich noch Besuch von einem senegalesischen Trommler bekommen, der fetzige Musik mit ihnen gemacht hat. Alle hatten an ihrem Afrikatag viel Spaß und sind sich schon heute einig: Nächstes Jahr muss es wieder Ferienspiele in Schlich geben!

Naja, und dass unsere Pfadfinder das Montafon unsicher gemacht haben, wissen fleißige toepfergemeinde.de-Besucher natürlich schon längst. Wie versprochen gibt´s heute zum Ferienabschluss noch ein kleines Filmchen über ihre spannende Reise – bitte hier klicken! Die Bilder haben die Wehter Pfadfinder übrigens selbst gemacht! Viel Spaß!

Auch Feuerwehrleute aus Langerwehe und Luchem waren im Münsterland im Einsatz.

Auch Feuerwehrleute aus Langerwehe und Luchem waren im Münsterland im Einsatz.

Der Alarm kam gestern gegen 12.30 Uhr. Der Norden von Nordrhein-Westfalen war von einem Unwetter heimgesucht worden, stellenweise fielen hier in rund 30 Stunden fast 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Die örtliche Feuerwehr war im Dauereinsatz. Überörtliche Hilfe musste her.

Die Feuerwehrleute aus dem Kreis Düren sind natürlich auf so einen Fall bestens vorbereitet, rund 40 Fahrzeuge von Feuerwehr, Technischem Hilfsdienst und Deutschem Roten Kreuz kamen zum Feuerschutztechnischen Zentrum des Kreises Düren. Von hier aus machte man sich dann gemeinsam mit Kollegen der Feuerwehr aus Euskirchen in Richtung Münster auf. Auch aus Langerwehe war ein Löschfahrtzeug der Löschgruppe Luchen bei dem großen Hilfstrupp dabei, besetzt war es mit Feuerwehrleuten der Löschgruppen Luchem und Langerwehe. Gegen 19 Uhr hatten die Helfer ihr Ziel erreicht. In der Gemeinde Ahaus im Kreis Borken haben die Männer ihren konkreten Einsatzauftrag erhalten. Die Feuerwehrleute waren auch einen zwölfstündigen Einsatz im Katastrophengebiet vorbereitet, zu Not können weitere Kräfte aus dem Kreis Düren ins Münsterland fahren.

Hat den Einsatz aus Stockheim mit koordiniert: Timo Löfgen.

Hat den Einsatz aus Stockheim mit koordiniert: Timo Löfgen.

Dass die Hilfe aus Langerwehe und dem Kreis dringend nötig war, steht außer Frage: Insgesamt gab es in den Regierungsbezirken Münster und Detmold 4000 witterungsbedingte Einsätze. Überflutete Keller und übergelaufene Regenrückhaltebecken mussten leer gepumpt werden, Kläranlagen fielen aus. Zudem gab es schlimme Sturmschäden. Knapp 9000 Feuerwehrleute waren unermüdlich im Einsatz.

Die erfolgreichen Aufstieg-Teams! Herzlichen Glückwunsch!

Die erfolgreichen Aufstieg-Teams! Herzlichen Glückwunsch!

Gute Nachrichten in Sachen Tennis beim VfL Langerwehe. Bestand die kleine Abteilung vor drei Jahren nur noch aus rund 60 aktiven Tennisspielern, gab es eigentlich keine Perspektive, wie es weiter gehen soll. Die Tennisabteilung hatte, übrigens wie viele Tennisclubs in der Region, keine jugendlichen Mitglieder mehr, in den Jahren 2007 und 2008 konnten lediglich zwei Mannschaften für den Sommerspielbetrieb gemeldet werden. Die „Damen 40“ und „Herren 50“ gingen für den VfL Langerwehe an den Start.

Ideen mussten her, neue Wege – mit dem ambitionierten Trainer Klaus Grein sollte die VfL-Tennisabteilung in eine erfolgreiche Zukunft geführt werden. Trainer und Vorstand des Vereins starteten so etwas wie die „Offensive Jugendarbeit“, Jungen und Mädchen aus Langerwehe und dem Umland der Töpfergemeinde sollten mit attraktiven Angeboten angesprochen werden. Es wurden Tenniscamps durchgeführt. Die Wehebachschule und die Gesamtschule haben seitdem Tennisarbeitsgemeinaschaften. Und das Konzept hatte Erfolg: Der VfL hat wieder eine Jugendabteilung mit immerhin 40 Kindern und Jugendlichen. Auch viele Eltern und Verwandte konnten für den Tennissport gewonnen werden, so dass aus schwindenden Mitgliederzahlen bei der Tennisabteilung des VfL Langerwehe steigende Mitgliederzahlen wurden.

2010 konnten somit dann insgesamt sieben Mannschaften am Sommerspielbetrieb im Tennisverband Mittelrhein teilnehmen. Die Herrenmannschaft, das Juniorenteam und die „Herren 40“ schafften sogar den Aufstieg. Diesen Trend beim VfL will man 2011 weiter fortsetzen.

So sehen Sieger aus: die Gewinner des "Inde-Mixed-Cups"!

So sehen Sieger aus: die Gewinner des "Inde-Mixed-Cups"!

Zudem hat die Tennisabteilung des VfL Langerwehe den „Inde-Mixed-Cup“ in diesem Sommer ausgetragen. Zwei Wochen hat das Turnier gedauert, 18 Mannschaften waren gemeldet und die vielen Zuschauer haben 41 spannende Tennisspiele gesehen. Auch aus sportlicher Sicht war das Turnier für den VfL Langerwehe ein Erfolg: Die Plätze eins und drei gingen nach Langerwehe. Gabi Borchers  und  Dennis Thelen haben den „Inde-Mixed-Cup“ gewonnen, Dritte wurden Anja Salmassi  und Vereinstrainer Klaus Grein.

In den Sommerferien gab es zudem ein Jugendcamp fpr Kinder zwischen sechs und 16 Jahren. Klar, wurde ausgiebig Tennis gespielt, es gab aber auch ein abwechlungsreiches Programm für den Nachmitteg, und die Kinder und Jugendlichen hatten jede Menge Spaß.

Übrigens endet heute, Freitag, 27. Aufgust,  die Anmeldefrist für die Clubmeisterschaften des VfL Langerwehe, die vom 30. August bis zum 5. September auf der Sportanlage “Am Stadion” in Langerwehe stattfinden werden. toepfergemeinde.de wird über die Meisterschaften selbstverständlich berichten.

Wer mehr über die Arbeit der Tennisabteilung des VfL Langerwehe wissen oder vielleicht selbst einmal den Tennisschläger schwingen möchte, alle wichtigen Informationen gibt es hier!