Archiv für Juli, 2010

Das Sonnensegel an der Langerweher Gesamtschule.

Die Vorräte an Öl, Gas und Kohle sind endlich. Nicht so die Energie aus der Sonnenstrahlung. Immer mehr Hausbesitzer setzen sich deshalb Solarzellen aufs Dach. Besonders aktiv ist dabei die Gemeinde Langerwehe. Sie liegt auf dem dritten Platz der Rheinischen Solarliga.
Auf vielen Dächern in Langerwehe wird die Solarenergie genutzt. Regelmäßig wird ermittelt, wie sich der Umfang der Solaranlagen in Langerwehe entwickelt. Einmal im Jahr werden die Flächen von Sonnenkollektoren für die Warmwasserbereitung und die Nennleistung von Photovoltaik-Anlagen für die Stromerzeugung erfasst. Diese Werte werden in die Listen der Solarbundesliga eingetragen, die von der Energie-Agentur des Landes NRW geführt wird. So wird sichtbar, wie viel Sonnenenergie in Langerwehe im Vergleich zu anderen Gemeinden in Deutschland genutzt wird.
Gewertet werden die Pro-Kopf-Daten in den beiden Teilbereichen Solarwärme und Solarstrom. Hinzu kommen Bonuspunkte, die eine ausgeglichene Entwicklung der beiden Teilbereiche belohnen. Bei der Solarwärme gibt es pro Quadratdezimeter je Einwohner einen Punkt, beim Solarstrom für drei Watt pro Einwohner. Die genauen Regeln werden im Internet erläutert, außerdem gibt es die Möglichkeit, mit einem Online-Rechner die Punktzahl einer Gemeinde auszurechnen.
Die ersten Plätze der Liga teilen sich derzeit Kommunen aus Schleswig-Holstein und Bayern. Offenbar scheint dort öfter und länger die Sonne. Spitzenreiter ist Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog (3319 Punkte). In Nordrhein-Westfalen führt Borgentreich die Liste an (215 Punkte, BRD-weit 153. Platz). Langerwehe steht auf Platz 3 der Rheinischen Solarliga hinter Straelen und Hellenthal. In NRW steht die Gemeinde auf Platz 41, in der Solarbundesliga mit 1512 teilnehmenden Städten und Gemeinden belegt Langerwehe mit 37 Punkten Platz 797.
Langerwehe ist, was die Konkurrenz aus der Aachen-Kölner Region angeht, derzeit kaum einzuholen. In der rheinischen Liga folgen Erftstadt auf Platz 49, Bergheim auf dem 63. Platz, Aachen auf dem 77., Hürth auf dem 87. und Erkelenz auf dem 100. Platz.
Zuschüsse für die Installation von Solarzellen zahlt die Gemeinde Langerwehe übrigens wie andere Kommunen nicht.

Wer in Langerwehe mehr in Sachen Solartechnik, Photovoltaikanlagen und Solarbundesliga wissen möchte, kann sich übrigens direkt an Ulrich Böke vom Bund für Umwelt und Naturschutz, Rufnummer 02423/902496 wenden.

Hier gibt`s alle Details zur Solar-Bundesliga!

Sabrina Rüttgers.

Sabrina Rüttgers aus Langerwehe will es wissen. Wenn am Montag, 2. August, ab 20.30 Uhr im großen Festzelt auf dem Annakirmesplatz in Düren an der Aachener Straße die neue Miss Annakirmes gewählt wird, dann ist der 20-jährige Frisörlehrling aus der Töpfergemeinde eine der Kandidatinnen.

“Ich überlege schon lange, bei der Miss-Annakirmes-Wahl mitzumachen”, erzählt Sabrina Rüttgers. “Aber dann habe ich mit der Lehre angefangen, und dieser Wunsch ist erst einmal wieder ein bisschen in Vergessenheit geraten.” Bis jetzt. “Ich habe erfahren, dass man sich wieder für die Miss-Annakirmes-Wahl bewerben kann. Und eine Kundin hat mich noch bestärkt. Und jetzt bin ich dabei. Ich glaube, dass es viel Spaß macht, die Stadt Düren zu repräsentieren.”

Bei der Wahl am Montag dreht sich übrigens alles um die Fußballweltmeisterschaft, genauer gesagt, um die Jahre `54, `74 und `90, als Deutschland Weltmeister war. Die Kandidatinnen sollen Fragen zu diesen Jahren beantworten, es wird ein Foto-Quiz rund um Düren geben und natürlich sollte man sich auch mit der Annakirmes einigermaßen auskennen.Für Sabrina kein Problem: “Ich bin oft und gerne auf der Annakirmes. Es macht einfach Spaß mit Freunden über den Platz zu gehen und Leute zu treffen, die man nur auf der Kirmes sieht.”

So sehen Sabrinas Konkurentinnen aus.

Darüber hinaus sollen die Miss-Anwärterinnen Limbo tanzen (unter der Stange hindurch) und in verschiedenen Outfits vom Fußballfan bis zum Abendkleid auftreten.

Klar, dass es bei der Miss-Wahl auch viele Showeinlagen gibt: Der Dürener Rock`n`Roll-Club wird vertreten sein, der italienische Sänger Gino del Nero auch und Künstler Johnny Sanders ebenso. Sabrina Rüttgers hat übrigens auch schon viele ihrer Freunde zur Miss-Wahl eingeladen. “Wie viele kommen, weiß ich gar nicht”, lacht sie. “Aber es werden ganz sicher nicht wenig sein.”

Töpfermeister Tünn drückt Sabrina die Daumen.

Die Gewinnerin des Wettbewerbs ist ein Jahr lang so etwas wie das Gesicht der Stadt Düren. Und bekommt 600 Euro Preisgeld. Alle Zweitplatzierten gewinnen immerhin noch 100 Euro. Der Eintritt zu der Veranstaltung auf dem Kirmesplatz ist frei, Einlass ins Zelt ist ab 19.30 Uhr.

toepfergemeinde.de und Töpfermeister Tünn drücken Sabrina jedenfalls ganz fest die Daumen und wünschen Toi, toi, toi!

Kirmesfans können übrigens ab morgen, 31. Juli, den Rummel ander Aachener Straße unsicher machen, um 11 Uhr wird die Annakirmes mit drei Böllerschüssen und Fassanstich durch Bürgermeister Paul Larue eröffnet.

Und hier geht´s direkt zur Annakirmes. Viel Spaß!

Es war eine eher ungewöhnliche Berlin-Reise, die Langerwehes Bürgermeister Heinrich Goebbels jetzt angetreten hat, und eine mehr als ungemütliche noch dazu. Um Punkt 0.00 Uhr ist er gemeinsam mit Dürenes Landrat Wolfgang Spelthahn, Aachens Städteregionsrat Helmut Etschebern, Jürgen Frantzen (Titz) und Peter Schlösser (Weilerswist) in Düren mit “Mäxchen”, dem uralten Doppeldecker-Bus der Dürener Kreisbahn gestartet, um ziemlich genau zehn Stunden später in Berlin anzukommen, um Kanzleramtsminister Ronald Pofalle eine Resolution aller 51 Verwaltungschefs der Kreise Düren, Heinsberg, Euskirchen und der Städteragion Aachen zu überreichen. Eine Resolution, in der es um die desolate Finanzsituation der Städte und Gemeinden geht. “Den Kommunen”, so Wolfgang Spelthahn, “steht das Wasser bis zum Hals. Wir brauchen eine grundlegende Finanzreform.”

Mit maximal 75 Stundenkilometern ist “Mäxchen” mit den fünf Verwaltungschefs und über einer Million gefahrene Kilometer auf dem Tacho in die Bundeshauptstadt gebrettert, Heinrich Göbbels, Wolfgang Spelthahn und Jürgen Frantzen haben die Fahrt, bei der an Schlaf nicht zu denken war, zum Skatspielen genutzt.

“Wir hatten ein sehr konstruktives Gespräch mit Herrn Pofalla”, so Heinrich Goebbels. “Es hat sich aus meiner Sicht auf jeden Fall gelohnt, nach Berlin zu fahren. Und ich habe es als meine Pflicht angesehen, da auch wirklich mitzufahren.” Da war es für das Wehter Verwaltungsoberhaupt auch ganz egal, dass er 27 Stunden ohne Schlaf auskommen musste. “Ich bin wirklich froh, dass ich dabei war.”

Nach seiner Rückkehr hat Bürgermeister Goebbels sich mit toepfergemeinde.de über seinen ungewöhnlichen Dienstausflug unterhalten.

Aber hören Sie selbst!

Play

Töpfermeister Tünn ist übrigens unverheiratet!

“Ach, Freunde, ne, wat war dat schön! Ja, unsere Traumhochzeit am Samstag in der Klosterkirche St. Katharina zu Wenau. Ach, was sage ich Traumhochzeit, Adelshochzeit. Märchenhochzeit! Wahnsinn!

Ja, die Tochter von Prinz Charles-Louis und Clothilde de Merode, Prinzessin Blanche, hat geheiratet. Und es war zum Weinen schön. Blanche hat natürlich nicht irgendjemand geheiratet, sondern  Baron Philipp von und zu Bodman (der heißt wirklich so…), ja, und es war fast so wie bei Viktoria von Schweden. Nur eben, dass Blanche in Wenau geheiratet hat, und ihr Daniel Philipp heißt. Aber ich schweife ab.


Wenau und damit die komplette Töpfergemeinde wurde jedenfalls für kurze Zeit zum Mekka des europäischen Hochadels. Ja, ehrlich. Okay, ich kannte keinen von den Blaublütern, die bei Blanche und Philipp zur Hochzeit eingeladen waren (mich hatte man leider vergessen), aber die Gästeliste klingt einfach bombastisch: Erbgroßherzog Guillaume von Luxemburg, Prinz Felix und Prinz und Prinzessin Louis, die Prinzessinnen Marie-Anunciata und Marie-Astrid von Liechtenstein, Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit Erzherzog und Erzherzogin Istvan von Österreich, Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit Imre von Österreich, Ihre Königliche Hoheit Gräfin Hélene von Limburg Stirum (geb. Prinzessin von Frankreich) und Seine Königliche Hoheit Prinz Francois von Orléans.

Aus dem deutschen Adel kamen unter anderem die Prinzen zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, die Prinzen zu Salm-Salm, die Erbprinzen von Cröy und Leiningen, die Prinzen Stolberg, die Grafen Wolff Metternich, die Grafen Spee. Aus dem europäischen Ausland waren die Prinzen de Ligne, die Prinzen d´Arenberg, die Grafen d´Harcourt, die Prinzen von Auersberg, die Prinzen Massimo Lancelotti, und die Markgrafen Torrigiani Malasina. mit von der Partie. Irgendwie schon beeindruckend die Namen, oder?

Auf zwei Leinwänden wurde die Hochzeit aus der Pfarrkirche in Hof und Kreuzgang des Wenauer Klosters übertragen. Und das Kleid -toll und der Bräutigam im Cut – herrlich. Überhaupt die Klamotten, wunderbar. Allein die Hüte der Damen, ach, mir fehlen die Worte. Es war grandios. Und übrigens, Freunde, der einzige, den ich kannte, war der Organist. Das war nämlich August Leufgens, ehemaliger Kantor in St. Anna und Klavierlehrer der strahlenden Braut. Der Schlicher Kirchenchor hat auch gesungen, und die Ortsvereine aus “der Herrschaft” haben mitgeholfen, dass das Fest eine rundum gelungene Sache geworden ist. Naja, die Herren der Maigesellschaft zeigten dem Hochadel seine Plätze, die Dorfjugend regelte Verkehr und Parkplatzsuche. Und die Schützen standen in Uniform und mit Säbel Spalier. Also, ganz ehrlich jetzt – schöner hätte das in Stockholm auch nicht sein können. Da fällt mir ein – ist Viktoria mit ihrem Daniel eigentlich noch auf Hochzeitsreise oder warum waren die nicht bei unserer Prinzenhochzeit? Zur Hochzeit haben Blanche und Philipp übrigens eine eigene Schokoladenkreation geschenkt bekommen, weiße Schoki (wegen Blanche!) und dunkle. Süß, oder? Ich meine, wenn das kein gutes Omen ist für eine glückliche Ehe. Denn dass Schokolade glücklich macht, weiß doch jedes Kind.

 In diesem Sinne: gönnt euch mal wieder `was Süßes! Bis demnächst!

Die Ehrenabteilung der Langerweher Feuerwehr in Bonn vor dem Haus der Geschichte.

Einen gelungenen Ausflug erlebten jetzt die Feuerwehrmänner aus der Ehrenabteilung der Wehter Wehr. Gemeinsam mit Gemeindebrandinspektor Timo Löfgen machten sie sich auf den Weg nach Bonn, unter anderem um dem Haus der Geschichte einen Besuch abzustatten. Auch die Ehefrauen, der Feuerwehrmänner, die übrigens alle älter sind als 60 Jahre oder aus gesundheitlichen Gründen keinen aktiven Feuerwehrdienst mehr leisten können, waren mit von der Partie.

Timo Löfgen

Zwei Stunden langen beschäftigten sich die inaktiven Feuerwehrleute im Haus der Geschichte mit der Historie unseres Landes vom Ende des zweiten Weltkrieges bis zur Gegenwart. Teilweise ging es dabei sehr bewegend zu, weil die Teilnehmer von einigen Ausstellungsstücken emotional sehr bewegt wurden.

Im Haus der Geschichte trafen die Feuerwehrleute dann auf einen ehemaligen Langerweher, der die ehemalige Bundeshauptstadt wie seine Westentasche kennt: Ernst Porschen. Der hat bei der Bundeswehr gearbeitet, lebt mit seiner Familie seit vielen, vielen Jahren in Bonn und engagiert sich seit seiner Pensionierung ehrenamtlich als Gästeführer in seiner (Wahl-)Heimatstadt. Klar, dass es für ihn Ehrensache war, die Wehter Feuerwehr-Ehrenabteilung durch Bonn zu begleiten und mit jeder Menge Informationen zu versorgen.

Von der Musuemsmeile aus ging es mit dem Bus über Bad Godesberg, das ehemalige Regierungsviertel und die Südstadt ins Bonner Zentrum. Überall gab es Wissenswertes zu erfahren, und Ernst Porschen fand auch immer wieder eine kleine oder größere Parallele zu Langerwehe oder der Feuerwehr. Die Stadtrundfahrt war für alle ein unvergessliches Erlebnis.   Nach einem Spaziergang durch die Bonner Innenstadt stärkten sich die Feuerwehrleute in einem typischen Bonner Brauhaus, bevor sie zurück nach Langerwehe gefahren sind. Nach Hause ging es erst, als man „Reiseführer“ Timo Löfgen das Versprechen abgenommen hatte, die Truppe auch im nächsten Jahr wieder bei ihrem Ausflug zu begleiten.